Mein Buch
Kapitel 6 -“Erkauft, nur für was…?”-

Erwartungsvoll trat ich an die Gitter und sah Richtung Tür - die Klinke; als hoffte ich, sie würde sich bewegen, nur weil ich sie anstarrte. Doch es tat sich nichts, wand mich ab und setzte mich auf die Pritsche; die Kopfschmerzen kamen wieder durch, nur das es diesmal an den bestialischen Gestank des trocknendem Rostschleims kam, ausderdem wurde das kribbeln schlimmer und ich war versucht zu kratzen, zwang mich aber es zu unterlassen. Nach dem ich so eine weile da saß,es gab keine Uhr in reichweite und die Rosttropfen konnte ich auch nicht mehr zur Zeitmessung nehmen, folglich hatte ich das Zeitgefühl völlig verloren; trat ich erneut an die Gitter. Umschloss sie zögernd mit meinen Händen und begann an diesen zu rütteln, erst schwach dann zunehmend stärker und schließ?lich erhob ich meine stimme, welche sich mit ihrem Echo vermischte und somit zu einem unverständlichen wirr-war wurde. Schnell bemerkte ich das ich zunehmend schwächer wurde, meine Hände lockerten sich, der Hals wurde trocken und schmerzhaft, anschließend begann alles um mich zu verschwimmen-meine Augen verdrehten sich nach oben; dann merkte ich wie ich den halt verlor und fiel.
Erneut blendete mich ein grelles Licht als ich vorsichtig mein eines Auge halb öffnete, ich gab ein murren von mir und kniff sie wieder zusammen; als ich eine verschwommene Stimme hörte und meine fest geschlossenen Augen genervt verdrehte, doch dann bemerkte ich Schritte durch die unbekannte Dunkelheit um mich herum wandern. Neugierig versuche ich mich aufzusetzen, doch als ich meine Füße bewegte hielt mich nach wenigen Zentimetern etwas auf; erstaunt bewegte ich meine Hand in Richtung Fuß?gelenk und kam zum selben Ergebnis. Von meiner Neugier eher gezwungen als freiwillig, öffnete ich wieder ein Auge, wobei ich versuchte entgegen meinem Körper zu handeln und das Auge offen zu lassen - dies war mit Erfolg gekrönt, wenn auch recht verschwommen. Ich erkannte schemenhaft eine Person, die sich über mich beugte; dann spürte ich wie ein kalter Kreisförmiger Gegenstand auf meine Brust gelegt wurde, erst in diesem Augenblick wurde mir bewusst das ich gar nichts an hatte. Die anfangs schwache (fast angenehme) Kälte begann sich zu verstärken und füllte meine Lungen, das atmen wurde schwere und mein Hals schnürte sich zu; dann hörte ich die stimme erneut nur diesmal klar. Es war eine Männerstimme , sie klang etwas rau (ich schätzte die zugehörige Person auf 50-60 Jahre). “Tjah… Herr M..Mik..Miksten; sieht so aus als ob ich sie hier noch ein paar weitere tage behalten werde, ihre werte sind noch immer nicht ausreichend. Ich rufe mal einen währter, der sie in die Krankenzelle begleitet… naja und ihnen die fesseln vorerst löst zu mindestens damit sie sich dann wieder anziehen können, ja?”. Dann folgte eine Weile schweigen in der ich erneut versuchte mich aufzusetzen, wieder mal erfolglos. Die Tür ging und eine bekannte stimme ertönte: “Gut, Miksten! ich löse dann ihre fesseln und kommen sie auf keine dummen Gedanken, kapiert?!”, so und in diesem Tonfall sprach nur einer, es war Währter Lachkrampf. Einmal anziehen und drei Türen weiter war ich wieder in einer Zelle; es schien eine andere zu sein, was ich aber nicht sicher beurteilen kann, da ich immer noch verschwommen sah (irgendetwas stimme anscheinend nicht mit meinem Auge).
Doch jetzt war es zu spät noch etwas deswegen zu sagen. Ich tastete mich Richtung Pritsche, legte mich auf den rücken, stelltefest das diese besser (um nicht ‘überhaupt’ zu sagen) gepolstert war und hoffte das irgend wer in meinem Kopf (oder wo auch immer) ein Wort zu mir sagte; meine Gedanken richteten sich da speziell auf Rose, was mich selbst überraschte. Ich rief in die stille meines Kopfes ob irgendwer mir was zu sagen hat und währendich auf eine Antwort wartete, sagte ich mir:”die Zelle ist doch schonmal besser als die alte.”